Oft werden wir das von diversen Kunden/innen oder auch anderen Marketern gefragt. Die angeführte Grafik bezieht sich in dem Beispiel auf eine E-Mail-Kampagne (B2C), die nur an österreichische Adressen ausgespielt wurde. Diverse Kunden-Analysetools haben jedoch verstärkt Auslands-Traffic gemessen, übrigens auch unsere – doch warum ist das eigentlich so?
Diese Frage lässt sich relativ leicht erklären, denn der größte Teil dieses Traffics kommt aufgrund von Proxy-Servern zustande. Dieser Server kommuniziert quasi zwischen dem E-Mail-Empfänger (welcher beispielsweise seine Mail gerade in Wien liest) und seinen weiteren Aktivitäten im Internet. Dies dient in den meisten Fällen der Anonymitätssicherung indem die jeweilige IP-Adresse verborgen wird, es gibt aber auch noch weitere Verwendungszwecke.
Somit fungiert ein Proxy-Server quasi ähnlich wie ein VPN (Virtual Private Network), jedoch ist dieses etwas Anderes. Ein VPN leitet den gesamten Internetverkehr des jeweiligen Geräts durch den Server und das quasi bei jeder Anwendung. Ein Proxy-Server macht dies nur bei gewissen Anwendungen wie eben beispielsweise einem E-Mail-Postfach (z.B.: Gmail, Hotmail, AppleMail usw.).
Der Großteil dieser Proxy-Server steht in den USA, somit wird bei der Nutzung eines Gmail Online-Postfachs das Signal einer IP-Adresse aus den USA im Analyse-Tool erfasst und das spiegelt sich auch in der Auswertung wider. Wenn dieses Gmail-Postfach über einen E-Mail-Client wie Outlook läuft und man kein VPN benutzt, dann würde man beispielsweise mit der tatsächlichen IP-Adresse im Analyse-Tool erfasst werden.
Sehr viele VPN-Anbieter sind übrigens in den nördlichen europäischen Ländern anzufinden wie in den Niederlanden, Finnland oder Norwegen. Aus diesem Grund wird aus diesen Ländern auch immer wieder einiges an Traffic angeführt und bei Empfängern aus Firmeninfrastrukturen (B2B) ist dies sogar der Großteil.